So, nach langer Zeit kommt jetzt wieder mal ein Blog Post. Im Moment bin ich zeitlich ziemlich eingespannt. Die Uni ist, vor allem auch wegen der noch nicht vollständig überwundenen Sprachbarriere, sehr arbeitsintensiv. Wir müssen jede Woche viele Texte lesen und dazu 'resumenes' (Zusammenfassungen) anfertigen, was uns zwar wahnsinnig viel Zeit kostet, aber meiner Meinung nach sehr viel für unser Spanisch bringt. Das Pensum wäre eigentlich auch ganz gut zu meistern, wenn man sich ausschließlich aufs Studieren konzentrieren würde, allerdings sitze ich hier in einem touristisch sehr attraktiven Land und will es mir nicht nehmen lassen dieses ein wenig zu erkunden. Natürlich zu reinen Recherche Zwecken ;). Allerdings heißt das für mich 3 Tage unter der Woche richtig durchpowern, um alles für die Uni zu schaffen, und dann 4 Tage Reisen zu können. Noch ist das ein Spiel auf Messers Schneide und ich weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalte (so viel Reisen ist in der Tat anstrendend :P), weil der Workload ja nicht weniger wird, aber ich habe die letzten Wochen sehr genossen.
Seit dem letzten Post waren wir in verschiedenen Nationalparks, wie Manuel Antonio am Pazifik, der zwar ökologisch sehr schön, mit Touristen allerdings furchtbar überlaufen war. Vorletzte Woche waren wir im Nationalpark Tortuguero, den man lediglich auf einem System natürlicher Kanäle mittels Boot erkunden kann. Dort haben wir außerdem eine Nachtwanderung zum Strand gemacht, um die riesigen Meeresschildköten bei der Eiablage zu beobachten - wirklich beeindruckend!
Heute bin ich von einem Trip zur Südspitze der Peninsula Nicoya wieder gekommen, wo wir hauptsächlich die Mo's Geburtstag und die Ankunft von Alex, Mandys Freund, gefeiert haben. Bisher eines der schönsten Fleckchen Erde, die ich hier gesehen habe! Es hat zwar durchgängig von Freitag bis Sonntag geregnet, aber das hat uns nicht davon abgehalten wirklich viel Spaß zu haben. Das Highlight war definitiv die Quad-Tour über verschlammte Straßen, durch reißende (:-P) Flüsse zu vollkommen einsamen und wunderschönen Stränden. Leider musste ich dabei den Verschliss meines bisher 3. Paars Schuhe beklagen, das ein Wendemanöver im wadentiefen Schlamm leider nicht überlebt hat, aber das war es definitiv wert. Auch die Anfahrt nach Santa Teresa von ca. 10 Stunden mit 3 verschiedenen Bussen und Fähre für eine Strecke, die Luftlinie maximal 200 km beträgt, hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Jetzt heißt es jedoch wieder fleißig lernen, damit ich bis Donnerstag fertig bin. Aber vielleicht brauch ich auch mal ein freies Wochenende zwischendurch, in dem ich mich weiter auf die Uni vorbereiten kann, denn die Präsentationen rücken langsam immer näher....
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