Samstag, 30. Oktober 2010

Schrecklicher Tag...

Welch ein schrecklicher Tag. Eigentlich hat er doch so schön sonnig angefangen, doch der Schein trog...
Erst werden Mandy und ich von einem Exhibitionisten belästigt, der mitten auf der Straße die Hose auf machen muss, dann kämpfen die beiden Hunde im Haus wie bekloppt um ihr Essen, was sie sonst NIE machen, und um das ganze noch abzurunden hat Tyson, einer der beiden Hunde, soeben eine Katze getötet. Was kommt das dumme Ding auch in seinen Garten, wo es doch weißt, dass der von einem Wachhund bewacht wird? Der schreckliche Kampf hat keine 10 Minuten gedauert, aber wir (Deyma und ich) konnten auch nicht wirklich was machen, weil die Katze sich richtig in Tyson verbissen hatte und hätten wir versucht sie auseinander zu reißen, hätte sie uns angegriffen... Das arme Ding hatte wirklich keine Chance.
Die Krönung war eigentlich, dass wir sie, sobald Tyson endlich von ihr abgelassen hat, im unbebauten Nachbargrundstück vergraben haben, mitten in der Nacht (naja, 10 Uhr abends) und stockduster. Wenn morgen die Polizei morgen vor der Tür steht, waren es die Nachbarn, die sich fragen, ob wir mit der Mafia unter einer Decke stecken und wen wir um die Ecke gebracht haben.
Jetzt sitzen wir zusammen und trinken Tee um über den Schock zu kommen. Wirklich, welch ein Tag... Ich hoffe, der morgige bringt etwas Besseres!

Freitag, 29. Oktober 2010

Bootstouren und einsame Strände - Studieren in Costa Rica ;-)













Ich muss zugeben, es hat sich auch vorher schon vielversprechend angehört, aber dass es so schön wird, hätte ich nicht gedacht. Wir hatten diese Woche eine Exkursion mit einem der Kurse aus der Uni zu 2 kleinen Gemeinden im Norden. Es gibt Pläne eine riesige Hotelanlange in der Gegend zu bauen, die natürlich eine ganze Menge Touristen bringt, wovon diese Gemeinden profitieren wollen. Unsere Aufgabe war es daher zu schauen, ob das touristische Angebot der beiden Orte auf Dauer nachhaltig und erfolgreich genutzt werden kann. Um dies tun zu können, blieb uns natürlich nichts anderes übrig, als das ganze Programm einmal mitzumachen ;-). Das erste Projekt war ein kleines Fischerdorf, dass Bootstouren mit Whalewatching an einem vollkommen einsamen Küstenstreifen anbieten will. Nun ja, Wale haben wir leider nicht gesehen, aber die Tour war trotzdem toll! Mit Baden und Picknick an einem Strand mit kristallklaren Wasser, der so aussah, als hätte da noch nie ein Mensch einen Fuß drauf gesetzt. Die professionelle Meinung jetzt mal ausgenommen, als Tourist schätze ich das touristische Potenzial definitiv als sehr hoch ein ;-). Allerdings will ich gar nicht, dass da viele Touristen hin kommen, das würde ja den ganzen Zauber wegnehmen...
So ähnlich ging es mir auch im 2. Dorf. Dort wurden wir durch dieses total verschlafene Dorf geführt, einer der Bewohner hat uns voller Stolz seinen kleinen aber wunderschönen Garten mit allerlei heimischen Pflanzen gezeigt, ich hab das erste Mal seit ich hier bin einen Tukan LIVE gesehen. (allerdings hab ich um ehrlich zu sein gedacht, die wären größer..) Und um alles noch perfekt abzuschließen waren wir noch in einem hübschen Flüsschen Baden. Alles in allem ein traumhafter Tag. Ich hab fast schon vergessen, dass ich eigentlich zum studieren da bin und über diesen Ausflug auch noch eine Arbeit schreiben muss...
Gestern war ich übrigens auf einer Halloween Party. Ja, eine Halloween Party am 28.10., 4 Tage VOR Halloween. Die feiern hier sogar Geburtstage Wochen vorher, ganz schräg... Die Party war auf jeden Fall interessant. Vor allem, weil alle, die wir vorher gefragt haben, ob sie hin gehen, mit einem ungläubigen Lachen verneint haben. Und das obwohl sie normalerweise eigentlich für jede Party zu haben sind. Das hat uns ja schon ein bisschen Angst gemacht, aber letztendlich haben sich doch noch 2 der Jungs erbarmt mit uns da hin zu gehen. Letztendlich fand ichs auch gar nicht so schlecht. OK, manche von den Leuten waren schon ein bisschen schräg und die Musik war auch gewöhnungsbedürftig, aber es gab eine ziemlich beeindruckende Feuershow, die mich ziemlich beeindruckt hat. Außerdem kann man ja nicht sagen 'das mag ich nicht', ohne es nicht einmal probiert zu haben. Ich werde also die letzten Wochen, die mir hier noch bleiben, das Pura Vida noch fleißig weiter probieren ;-).