Sonntag, 29. August 2010

El Rincón de la Vieja - anders, aber schön

Die erste Tour mit Joe, Franzis Freund, der seit Freitag für die nächsten 5 Wochen auch in Costa Rica bleibt, bis sein Semester in Ecuandor anfängt.

Die Tour zum Vulkan Rincón de la Vieja schien eigentlich von Anfang an unter keinem guten Stern zu stehen. Erst können wir nicht hin, weil Franzi sich den Zeh halbwegs bricht, dann gibt es keine öffetnlichen Verkehrsmittel, die da hin fahren. Als dann der nächste Versuch mit Mietwagen dieses Wochenende feststand, hau ich mir den Zeh am Mittwoch blutig. Aber das Ganze hat sich schließlich als nicht allzu schlimm herausgestellt und er hat auch den ganzen Tag in Wanderstiefeln gut überstanden.
Wir waren heute also hoch motiviert den 8 km langen Wanderweg hinauf (und 8 wieder hinunter) zum Krater zu starten und standen wie es für uns Deutsche ja so typisch ist um 5.45 Uhr eine viertel Stunde zu früh vor der Mietwagenfirma um unser 4weeldrive abzuholen. Es ist extrem wichtig früh loszukommen, weil es ab Mittag durch den starken Regen sehr gefährlich werden kann. Als um 6 immer noch keiner der Angestellten da ist, machen wir uns zunächst keine Sorgen, aber unglücklicherweise hat sich das Warten dann auf 1 1/2 Stunden ausgedehnt, weil der Typ mit dem Schlüssel einfach nicht aufegtaucht ist. Letztendlich sind wir dann zur konkurrenz gegangen und schließlich um 9:30 Uhr losgekommen. Der Trip zum Krater fiel dadurch leider ins Wasser, stattdessen haben wir einen 8 km langen Rundweg zu einem Wasserfall, verschiedenen Dampfenden Schlammlöchern und einem Minivulkan auf dem Vulkan gemacht, der wirklich schön war. An einer Stelle waren wir plötzlich in einer Wolke aus hunderten von Schmetterlingen, die offenbar gerade geschlüpft waren. Ich hab noch nie so viel Schmetterlinge auf einmal gesehen! Ansonsten haben wir aber leider nicht viele, bzw. gar keine Tiere gesehen. Das lag aber wahrscheinlich am vielen Regen lag. Es hat zum Schluss so stark geregnet, dass der gesammte Weg ein einziger See war. Ich bin in meinem ganzen Leben noch nie so nass gewesen, das war echt heftig. Hat aber trotzdem ungeheuer viel Spaß gemacht.

Als wir vollkommen durchnässt aber glücklich wieder an der Rangerstation angekommen sind, wurden wir von den Rangern, einer von ihnen hat wie wir Turismo Ecológico an der UCR studiert, auf einen Kaffee in ihre kleine Hütte eingeladen. Als auf die Frage, habt ihr ein bisschen Zeit, von uns nicht so recht eine Antwort kam, meinte der eine Ranger nur: OK, dann back' ich schnell nen Kuchen. Und weg war er, Kuchen backen. Sehr lustig! Und verdammt lecker noch dazu! War echt schön und sehr interessant. Da saßen wir also mit den 3 Rangern des Nationalparks, essen Kuchen und trinken Kaffee :). Christian, der auch an der UCR studiert hat, will mit uns eventuell eine Nacht bei Vollmond in den Nationalpark Santa Rosa fahren, um Frösche, Schlangen und andere Nachtaktive Tiere zu beonachten. So was kann man natürlich nur mit einem richtigen Ranger machen, ich hoffe, das klappt!
Der ganze Tag war, wenn auch nicht perfekt, sehr schön und es hat sich definitiv gelohnt trotz all der Hindernisse doch noch zum Rincón zu fahren.

Die nächsten Tage müssen wir uns jetzt wohl stärker auf die Uni konzentrieren. Auch wenn die Dienstag und Mittwoch mal wieder ausfällt, haben wir am Donnerstag die Präsentation einer Hausaufgabe. Eigentlich nichts großes, wenn man die Sprache jedoch noch nicht wirklich beherrscht, ist kostet das schon einige Vorbereitung. Das hält uns allerdings nicht davon ab am Mittwoch mit einigen Komilitonen der Uni an den Strand zu fahren ;)

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